Ein einfaches, dunkelblaues Lupensymbol auf einem hellgrauen Hintergrund.
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Definition:

Modal Split bezeichnet in der Verkehrs- und Logistikstatistik die prozentuale Verteilung eines Verkehrsaufkommens oder einer Verkehrsleistung auf verschiedene Verkehrsträger (z. B. Straße, Schiene, Binnenwasserstraße, See, Pipeline, Luft). Für den Güterverkehr wird der Modal Split typischerweise als Anteil der einzelnen Modi an der Transportleistung in Tonnenkilometern ausgewiesen; Eurostat definiert ihn explizit als „percentage of each mode of transport in the total transport performance measured in tonne-kilometres“ und folgt dabei dem Territorialitätsprinzip (es zählt nur die innerhalb eines Landes erbrachte Leistung).

Als Steuerungsgröße ist der Modal Split zentral für Hafen- und Hinterlandkonzepte, weil er die Leistungsfähigkeit und Robustheit multimodaler Ketten abbildet und die Grundlage für Maßnahmen zur Modalsplit-Optimierung bzw. zum Modal Shift (gezielte Verlagerung auf andere Verkehrsträger) bildet. Dabei ist methodisch zu beachten, dass Ergebnisse je nach Bezugsgröße (z. B. Tonnen vs. Tonnenkilometer, TEU, Sendungen) sowie Erhebungs- und Abgrenzungslogik nur eingeschränkt vergleichbar sind; selbst bei identischem Bezugsmaß kann sich ein steigender Anteil eines Modus aus Rückgängen anderer Modi ergeben, ohne dass dessen absolute Leistung sinkt.

Für Fachanwender ist der Modal Split insbesondere relevant bei der Bewertung von Infrastrukturinvestitionen (z. B. KV-Terminals, Gleisanschlüsse, Binnenschiffanbindungen), der Kapazitäts- und Engpassanalyse sowie der Dekarbonisierungsstrategie. Die OECD/ITF diskutiert Modalwahl und politische Hebel zur Beeinflussung der Verkehrsträgerwahl im Güterverkehr, u. a. über Preis- und Regulierungsmechanismen, Infrastrukturqualität und Servicelevel.
Quellen:

eurostat:freight transport statistics

OECD: Mode Choice in Freight Transport