Definition
Der Begriff Schattenflotte bezeichnet eine Gruppe von Handelsschiffen, die gezielt außerhalb etablierter internationaler Sicherheits-, Transparenz- und Regulierungsmechanismen operiert. Diese Schiffe nutzen häufig intransparente Eigentumsstrukturen, wechselnde Flaggenstaaten, unzureichende Versicherungen und manipulierte Ortungssysteme, um Sanktionen, Kontrollen oder regulatorische Vorgaben zu umgehen. Schattenflotten spielen insbesondere beim Transport sanktionierter Güter wie Öl, Gas oder Waffen eine Rolle.
Welche Risiken und Folgen entstehen durch eine Schattenflotte?
Der Betrieb von Schattenflotten geht mit erhöhten Sicherheits-, Umwelt- und Haftungsrisiken einher, da Wartungsstandards, Besatzungsqualifikation und Notfallvorsorge häufig unzureichend sind. Im maritimen Sicherheitskontext stellen Schattenflotten eine wachsende Herausforderung dar. Sie untergraben internationale Regelwerke, erhöhen das Risiko von Umweltkatastrophen und erschweren die Durchsetzung von Sanktionen. Ein konkretes Beispiel ist der Anfang 2025 vor der Inseln Rügen havarierte Öltanker „Eventin“, der Teil der russischen Schattenflotte ist.
Quellen
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