Ein einfaches, dunkelblaues Lupensymbol auf einem hellgrauen Hintergrund.
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Definition

Der Begriff Dual-Use-Technologie bezeichnet im zivil-militärschen Bereich Technologien, die sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke genutzt werden können. Im maritimen Zusammenhang betrifft dies unter anderem Navigationssysteme, Sensorik, autonome Fahrzeuge, Satellitendaten, Hafen-IT-Systeme sowie Unterwassertechnologien.

Wozu werden Dual-Use-Technologien genutzt?

Dual-Use-Technologien tragen maßgeblich zur Effizienz, Sicherheit und Digitalisierung der maritimen Wirtschaft bei, können jedoch zugleich für militärische Aufklärung, Überwachung, Sabotage oder Machtprojektion eingesetzt werden. Die zunehmende Verschmelzung ziviler und militärischer Anwendungen erhöht die strategische Relevanz maritimer Dual-Use-Technologien. Der Umgang mit Dual-Use-Technologien stellt politische Entscheidungsträger*innen vor komplexe Abwägungen zwischen Innovationsförderung, wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheitsinteressen. Effektive Exportkontrollen, Risikobewertungen und internationale Abstimmung sind zentrale Instrumente, um Missbrauch zu verhindern, ohne technologische Entwicklung und Kooperation unangemessen einzuschränken.

Quellen

Tara Mahfoud/ Christine Aicardi/Saheli Datta/Nikolas Rose. The limits of dual use. In: Issues in Science and Technology, Jahrgang (2018), Nr. 34 (4); S. 73-78.
Wolfgang Liebert. Dual-use-Forschung und -Technologie. In: Armin Grunwald/Melanie Simonidis-Puschmann (Hg.) Handbuch Technikethik. Stuttgart: J.B. Metzler 2013.

 

Autor*in

Frederic Auel

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