Ein einfaches, dunkelblaues Lupensymbol auf einem hellgrauen Hintergrund.
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Deckblatt eines deutschen Arbeitspapiers des Deutschen Maritimen Zentrums mit dem Titel Aktuelle Nachfrageentwicklung nach alternativen Kraftstoffen in der Hochseeschifffahrt von Johannes Puckelwald, datiert auf Juli 2023.

Titel

Aktuelle Nachfrageentwicklung nach alternativen Kraftstoffen in der Hochseeschifffahrt

Art der Publikation

Working Paper

Autor

Johannes Puckelwald (Referent für Häfen und Infrastruktur, DMZ)

Herausgeber

Deutsches Maritimes Zentrum e.V.

Erscheinungsdatum

07/2023

ISSN

3054-6613

DOI

10.66616/e60d-7h56

Zusammenfassung

Die Dekarbonisierung der Hochseeschifffahrt rückt die Nachfrage nach alternativen Kraftstoffen zunehmend in den Mittelpunkt maritimer Transformationsprozesse. Vor dem Hintergrund verschärfter klimapolitischer Zielsetzungen untersucht dieses Working Paper, welche alternativen Kraftstoffe sich in der Hochseeschifffahrt bis 2030 voraussichtlich etablieren, welche Marktfaktoren ihre Nachfrage bestimmen und welche Handlungsfelder sich daraus für Branche und Politik ergeben. Methodisch basiert die Analyse auf einer Auswertung der globalen Handelsschiffflotte und des Orderbuchs sowie auf der systematischen Einordnung zentraler Einflussfaktoren wie Verfügbarkeit, Kosten, Regulatorik und Zahlungsbereitschaft für nachhaltige Transporte.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Schifffahrt in einer Übergangs- und Pilotphase befindet, in der LNG kurzfristig der dominierende alternative Kraftstoff bleibt, während Methanol an Bedeutung gewinnt und Ammoniak- sowie wasserstoffbasierte Antriebe zunächst in frühen Entwicklungsstadien verbleiben. Biofuels besitzen aufgrund ihrer Kompatibilität mit bestehender Technik ein relevantes Übergangspotenzial. Die Nachfrageentwicklung wird jedoch maßgeblich durch begrenzte Verfügbarkeit, hohe und volatile Preise, regulatorische Unsicherheiten sowie sektorübergreifende Nutzungskonkurrenzen begrenzt. Daraus folgt, dass der Markthochlauf alternativer Kraftstoffe nur durch das Zusammenspiel von Infrastrukturaufbau, regulatorischer Klarheit, intermodaler Koordinierung und nachfrageseitigen Anreizen beschleunigt werden kann.