Ein einfaches, dunkelblaues Lupensymbol auf einem hellgrauen Hintergrund.
Ein einfaches, dunkelblaues Lupensymbol auf einem hellgrauen Hintergrund.
Ein großes Frachtschiff liegt an einem geschäftigen Containerterminal mit gestapelten Containern und Kränen vor Anker; der darunter stehende deutsche Text befasst sich mit der Bewertung der Einfuhrumsatzsteuer. Oben sind die Logos von AWB, HTC und dem deutschen Zoll zu sehen.

Titel

Evaluierung des Erhebungsverfahrens zur Einfuhrumsatzsteuer

Art der Publikation

Studie

Auftragnehmer

HTC Hanseatic Transport Consultancy, AWB Rechtsanwaltsgesellschaft mbH

Autor*innen

Jan Ninnemann; Alena Werner; Torsten Tesch; Nathalie Harksen; Britta Lüger

Herausgeber

Deutsches Maritimes Zentrum

Erscheinungsdatum

03/2023

DOI (Digital Object Identifier)

10.66616/vjsr-q6vy

Zusammenfassung

Die Studie evaluiert das deutsche Erhebungsverfahren der Einfuhrumsatzsteuer (EUSt) im Vergleich zu ausgewählten EU-Mitgliedstaaten und untersucht dessen Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit des Hafen- und Logistikstandorts Deutschland. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass das deutsche Verfahren durch Liquiditätsbindung und zusätzlichen Verwaltungsaufwand Importeure benachteiligt und Anreize schafft, Waren über andere europäische Seehäfen einzuführen. Die Untersuchung kombiniert einen Rechtsvergleich, quantitative Analysen zu Außenhandel und Hafenumschlag sowie qualitative Befragungen von Marktteilnehmern. Die Ergebnisse zeigen, dass die 2020 eingeführte Fristverschiebung die Wettbewerbsnachteile Deutschlands nur teilweise mindert. Andere Mitgliedstaaten nutzen überwiegend Modelle der Direktverrechnung, die aus Sicht der Wirtschaft deutlich vorteilhafter sind. Die Studie empfiehlt daher weitergehende Reformen, um Liquiditätsnachteile zu reduzieren und den maritimen Standort Deutschland zu stärken.