Ein einfaches, dunkelblaues Lupensymbol auf einem hellgrauen Hintergrund.
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Rückblick: Das DMZ auf der SMM und aap

Vom 1. bis 4. September 2026 wurde Hamburg zum Mittelpunkt der maritimen Welt: Mit der SMM und der all about ports fanden gleich zwei bedeutende Branchenevents auf dem Hamburger Messegelände statt. Das DMZ beteiligte sich aktiv am Programm beider Veranstaltungen und war außerdem mit zwei Ständen vor Ort. Die Messetage boten viele Möglichkeiten für lebendigen Austausch und spannende Diskussionen.
04.09.2026

SMM: Buntes Programm am Stand und lebendige Diskussionen

Auf der SMM, der weltweit führenden Fachmesse für die maritime Wirtschaft, war das DMZ unter anderem mit der Paneldiskussion „Designing ships for an uncertain future“ (in Kooperation mit dem Mærsk Mc-Kinney Møller Center for Zero Carbon Shipping, moderiert von Gyde-Andresen-Paulsen, DMZ-Referentin für Schiffbau und Meerestechnik) aktiv. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, wie Schiffe angesichts der Unsicherheit über künftige Antriebskraftstoffe wie Ammoniak, Methanol und Biokraftstoffe heute effizient, sicher und anpassungsfähig gestaltet werden können. Diskutiert wurde, welche Entscheidungen, etwa rund um kraftstoffspezifisches Design und Umrüstbarkeit, die Dekarbonisierung langfristig voranbringen.

Im Rahmen der SMM fand außerdem die offizielle Unterzeichnung eines Memorandums of Understanding zwischen dem Deutschen Maritimen Zentrum und dem Indian Maritime Centre statt. Ziel der Vereinbarung ist es, die maritime Zusammenarbeit beider Länder durch gemeinsame Forschungsprojekte, Veranstaltungen und einen intensiveren Wissensaustausch zu stärken. Unterzeichnet wurde das MoU für das DMZ von Dr. Reinhard Lüken und Dr. Matthias Catón sowie für das IMC von Devki Nandan Sharma und Arjun Ashok Chowgule. Mehr Infos dazu stehen hier zur Verfügung.

Die SMM bot außerdem die Bühne für den Launch der Marke „Die maritime Branche“ (moderiert von Hanna Maurer, Referentin für Kommunikation, DMZ) – eine Community Brand für die maritime Nachwuchsgewinnung, die junge Menchen für maritime Berufswelten begeistern möchte. Im Beisein von Dr. Wibke Mellwig (Abteilungsleiterin Wasserstraßen und Schifffahrt im Bundesministerium für Verkehr), Dr. Reinhard Lüken (Vorsitzender des DMZ) sowie den Initiator*innen wurde der offizielle Start der Marke gefeiert. Mehr Informationen zum Markenlaunch stehen hier zur Verfügung.

Der DMZ-Stand bot Raum für zahlreiche persönliche Gespräche und fachlichen Austausch mit Besucher*innen aus verschiedensten Bereichen der Branche. Das Stand-Programm, darunter unter anderem ein Live-Interview mit Dr. Christoph Ploß (Koordinator der Bundesregierung für maritime Wirtschaft und Tourismus), unterstrich die Bedeutung der SMM als Plattform für Dialog und Vernetzung.

 

All about ports: Fokus auf Hafenthemen

Parallel zur SMM fand in diesem Jahr erstmalig die Fachmesse aap – all about ports als Event für die Zukunft der Hafenwirtschaft statt. Das DMZ war auch hier mit einem Stand sowie mehreren Paneldiskussionen vertreten.

Eine sicherheitspolitische Perspektive nahm die Veranstaltung „Geopolitics at the Port Gate: Foreign Investment, Security and Resilience” ein (moderiert von Frederic Auel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, DMZ). Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Häfen als zentrale Knotenpunkte für Handel, militärische Logistik, Energieversorgung und digitale Infrastruktur für ausländische Investitionen offenbleiben und zugleich ihre kritische Infrastruktur sowie strategischen Interessen schützen können. Dabei bestand Einigkeit, dass Transparenz über Investoren entscheidend ist und insbesondere integrierte IT-Systeme erhebliche Sicherheitsrisiken für die Kontrolle und Resilienz kritischer Hafeninfrastrukturen bergen.

Die Paneldiskussion „Compete, Connect, Transform: Rethinking Port Competitiveness” (moderiert von Johannes Puckelwald, DMZ-Referent für Häfen und Infrastruktur) befasste sich mit der Frage, welche Faktoren heute und künftig dafür entscheidend sind, welchen Hafen Unternehmen nutzen und wie erfolgreich er im Wettbewerb ist. Dabei wurde betont, dass Wettbewerbsfähigkeit mehr als den Umschlag von Ladung umfasst und insbesondere Zuverlässigkeit, Produktivität, Flexibilität sowie leistungsfähige Hinterland- und Binnenanbindungen entscheidend sind.

Die Veranstaltung „Short Sea Shipping 2035: Navigating the Transition to a Sustainable and Competitive Future” (moderiert von Henning Martin, Projektmanager Kurzstreckenseeverkehr) diskutierte den möglichen Weg zu einem effizienten und nachhaltigen Kurzstreckenseeverkehr sowie nachhaltigen Hafenbetrieben bis 2035. Dabei wurde die Bedeutung grüner Korridore für die Vernetzung relevanter Akteure hervorgehoben, zugleich aber betont, dass ihre praktische Umsetzung häufig mit erheblichen Herausforderungen verbunden ist.

Im Fokus der Veranstaltung „Funding the Future: Navigating Europe’s Maritime Landscape for Port Ecosystems” (moderiert von Dr. Helena Rapp, DMZ-Referentin für Europäische Initiativen und Förderprogramme) standen die Chancen und Herausforderungen europäischer Fördermittel für maritime Ökosysteme. Ausgehend von der EU-Hafenstrategie wurde insbesondere diskutiert, wie Innovation als zentraler Wettbewerbsfaktor durch geeignete Förderprogramme gestärkt werden kann.

 

Austausch und Impulse

Die Messetage auf der SMM und der aap machten sichtbar, wie stark aktuelle geopolitische Spannungen, der Wandel der Energiesysteme, technologische Entwicklungen und steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Resilienz die maritime Branche verändern. Die vielfältigen Diskussionen auf den Bühnen und an den Messeständen zeigten, vor welchen konkreten Herausforderungen die Akteure stehen und dass gemeinsame Lösungen nun mehr denn je gefragt sind. Für das DMZ boten beide Veranstaltungen zugleich wichtige Plattformen für fachlichen Austausch, neue Kontakte und die Weiterentwicklung internationaler Kooperationen.

Hier steht eine detaillierte Bildergalerie mit Material zu den einzelnen Veranstaltungen zur Verfügung.

Eindrücke von der SMM/ aap:

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