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Projekt „Förderung des Kurzstreckenseeverkehrs“

Steigende Transportbedarfe, ambitionierte Klimaziele und überlastete Straßen erfordern von der Logistik neue Lösungen für den Güterverkehr. Das Projekt „Förderung des Kurzstreckenseeverkehrs“ nimmt den Verkehrsträger Wasser in den Blick und zeigt Potenziale für eine nachhaltige Verkehrsverlagerung auf. Hier erfahren Sie mehr zum Projekt.
26.01.2026

Der Kurzstreckenseeverkehr ist ein maßgebliches Instrument auf dem Weg zu einem effizienten, klimafreundlichen und resilienten deutschen Güterverkehr. Angesichts ambitionierter Klimaziele und des seit Jahren sinkenden Anteils des Verkehrsträgers Wasser am Modal Split besteht jedoch dringender Handlungsbedarf. Für die Erreichung der EU-Klimaziele bis 2045 spielen sowohl der Kurzstreckenseeverkehr als auch der Hinterlandverkehr eine zentrale Rolle. Ergänzend setzt die EU-Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität das Ziel, den Anteil der Binnenschifffahrt am gesamten EU-Güterverkehrsaufkommen bis 2030 um 25 Prozent gegenüber 2015 zu steigern.

 

Vor diesem Hintergrund setzt das Projekt „Förderung des Kurzstreckenseeverkehrs“ gezielt an bestehenden Herausforderungen und Zielsetzungen an. Als Maßnahme der Nationalen Hafenstrategie (Maßnahme 2.34) steht bei dem Projekt die Entwicklung einer umsetzungsorientierten Short-Sea-Strategie im Mittelpunkt. Der Fokus liegt auf der Verlagerung von Güterverkehren von der Straße auf Küsten- und Binnenwasserstraßen. Die Strategie soll konkrete Ansatzpunkte für eine Verkehrsverlagerung aufzeigen und so einen Beitrag zur Emissionsreduktion im Transportsektor sowie zur nachhaltigen Entlastung der Straßeninfrastruktur leisten.

 

Ein zentraler Baustein ist die systematische Verknüpfung des Kurzstreckenseeverkehrs mit dem Weitertransport im Bundesgebiet, insbesondere über die Binnenschifffahrt. So wird der Verkehrsträger Wasser gezielt als Bestandteil resilienter und umweltfreundlicher Lieferketten gestärkt und für einen zukunftsfähigen Güterverkehr nutzbar gemacht.

Überblick

Ein weißes Uhrensymbol, das die Uhrzeit 4:00 anzeigt und auf einem orangefarbenen, kreisförmigen Hintergrund steht.

Ziele

Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung einer Short-Sea-Strategie, die Kurzstreckenseeverkehre mit dem Weitertransport im Bundesgebiet (Hinterland) durch das Binnenschiff verknüpft. Der Fokus liegt dabei auf der Verlagerung von Straßengüterverkehren auf Küsten- Binnenwasserstraßen.

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Laufzeit

Die Laufzeit des Projekts startete im Januar 2025 und ist planmäßig bis Dezember 2027 vorgesehen. Eine Verlängerung des Projekts kann unter Umständen beschlossen werden.

Weißer Umriss einer Hand, die eine Münze mit einem Dollarzeichen hält, vor einem soliden orangefarbenen runden Hintergrund.

Förderung

Dieses Projekt wird direkt vom Bundesministerium für Verkehr gefördert. Die Förderung beinhaltet neben der jährlichen finanziellen Zuwendung auch Unterstützung hinsichtlich der Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Forschung, sowie den Zugang zu Datenportalen des BMV.

Wo setzt das Projekt an?

 

Die Hintergründe dieses Projekts liegen in zentralen Herausforderungen und Entwicklungstendenzen des Themenfelds. Sie verdeutlichen, welche Herausforderungen das Projekt adressiert und welchen Beitrag es zur Lösungsansätzen leisten soll.

 

Klimafreundliche Verkehrsträger stärken

Die EU-Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität sieht vor, den Anteil der Binnenschifffahrt am gesamten EU-Güterverkehrsaufkommen bis zum Jahr 2030 um 25 Prozent zu steigern (gegenüber 2015). Das Projekt soll dieses Ziel unterstützen.

Potenziale von Wasserwegen erkennen

Die zunehmende Verkehrsbelastung auf den Straßen führt zu Staus, erhöhten Emissionen sowie einer Verschlechterung der Luftqualität. Schiffe stellen eine umweltfreundliche und effiziente Alternative zur Optimierung von GST durch die Nutzung von Wasserwegen dar.

Redundanzfunktion des Verkehrsträgers Wasser

Bundeswasserstraßen können in der veränderten geopolitischen Lage in Europa einen wesentlichen sicherheitspolitischen Beitrag leisten und sind als Teil eines flexiblen Güterverkehrssystems unabdingbar für resiliente Lieferketten.

Projektdaten

Das Netz an befahrbaren Wasserstraßen im gesamten Bundesgebiet erstreckt sich insgesamt über eine Länge von 7280 Kilometern und ist ein bedeutender Bestandteil der nationalen Logistikketten.

Im Durchschnitt ersetzt der Gütertransport per Binnenschiff auf Wasserstraßen den Einsatz von 150 LKW.

Von insgesamt 274 Millionen Tonnen Seegüterumschlag in deutschen Häfen im Jahr 2024 entfielen 159,6 Millionen Tonnen auf Kurzstreckenseeverkehre. Das entspricht einem Anteil von knapp 58%.

Die Länge (LOA) eines Euro-Schiffes (EMT-Klasse IV) beträgt 110 Meter. Damit kann es, je nach Aufbau und Stapelhöhe, ca. 150 bis 190 TEU transportieren.

Mehr zum Projekt

 

Hier finden Sie mehr Beiträge, Veranstaltungen und News zum Thema.

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Ansprechpartner*in

Sie haben Fragen oder Anregungen zum Projekt? Kontaktieren Sie uns:

Henning Martin

Henning Martin

Projektmanager Kurzstreckenseeverkehr

Telefon: +49 40 9999 698 – 77
E-Mail: Martin[at]dmz-maritim.de

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