Herr Ziehl, womit beschäftigen Sie sich als Mitarbeiter in der Kommunikation beim DMZ?
Ich betreue primär unsere zentrale Datenbank zur Verwaltung von Kontakten, Adressen und zugehörigen Informationen. Dazu kommt die Pflege unserer hausinternen Bibliothek, in der alle relevanten Dokumente, Artikel usw. gesammelt werden. Außerdem bin ich mitverantwortlich für unsere Tools „Die Maritime Landkarte“ und „Der Maritime Pfadfinder“ – diese müssen fortlaufend aktuell gehalten werden.
Was haben all diese Daten mit Kommunikation zu tun?
Sortierte und aktuelle Datenbanken sind die Grundlage für die Kommunikation des DMZ nach außen. Es geht zum Beispiel darum, dass wir übersichtliche Kontaktdaten haben, wenn wir Gäste zu einer Veranstaltung einladen wollen. Oder dass wir einen Katalog an Artikeln und Dokumenten zu einem bestimmten Stichwort parat haben, um hier inhaltlich auf dem Laufenden zu bleiben.
Was genau bedeutet die Pflege einer Adressdatenbank?
Wir haben natürlich eine ganze Menge an Kontakten, die unsere Kolleg*innen auf Messen, Konferenzen und anderen Veranstaltungen sammeln. Und die Kontakte, die wir schon haben, müssen natürlich erweitert, ergänzt oder korrigiert werden – hat sich eine Funktionsbezeichnung geändert? Arbeitet die Person noch im gleichen Betrieb? Solche Kleinigkeiten behalte ich im Blick und passe sie an. So stellen wir sicher, dass wir die richtigen Menschen erreichen, wenn wir zum Beispiel Einladungen versenden.
Per Ausbildung sind Sie Bibliothekar, richtig?
Genau, ich habe Bibliotheks- und Informationsmanagement in Hamburg studiert. Das kam sicherlich auch daher, dass ich mich schon in der Kindheit gern in Bibliotheken aufgehalten habe und es immer spannend fand, von so viel Information umgeben zu sein. Mir ist dann während des Studiums aber schon klar geworden, dass der Informationsbereich besser zu mir passt. Das klassische Bibliothekarsdasein war eher nicht so meins, ich habe mich schon immer eher dort entfaltet, wo es viel um Daten ging. Bevor ich zum DMZ kam, habe ich mich bei verschiedenen Unternehmen um Personen- und Unternehmensdatenbanken gekümmert.
Woher kam dann schließlich der maritime Bezug?
Im DMZ sind wir ja ein bunter Mix aus Leuten mit und ohne maritimen Hintergrund. Ich gehöre definitiv zu denen ohne maritime Vorerfahrung, auch wenn ich immerhin südlich von Hamburg an der Elbe aufgewachsen bin und dort das ein oder andere Schiff vorbeiziehen sah. Als ich vor über fünf Jahren im DMZ angefangen habe, fand ich den tieferen Einstieg in maritime Themen aber sofort super spannend. Ich war dann direkt mit dabei, als wir unsere hausinterne Bibliothek aufgebaut haben und einige Programme, die heute essenziell für uns sind, erst einmal zum Laufen bringen mussten.
Warum ist eine hausinterne Bibliothek so relevant für das DMZ?
Kurz gesagt schafft uns die Bibliothek eine breite Informationsbasis. Wir sammeln zum Beispiel Dokumente auf Grundlage eines Schlagwortkatalogs, sowie auch tägliche Periodika. Diese Daten können die Kolleg*innen nutzen, um in ihrem Themenbereich auf dem Laufenden zu bleiben. Es muss außerdem genaue Vorgaben dazu geben, was dokumentiert wird – vom Titel über die ISBN-Nummer bis hin zum Erscheinungsdatum. Wenn andersherum Kolleg*innen auf interessante Veröffentlichungen stoßen, wenden sie sich an mich und ich lege diese an geeigneter Stelle ab und kümmere mich um Ordnerstruktur und Verschlagwortung.
Gibt es einen maritimen Themenbereich, den Sie besonders spannend finden?
Dadurch, dass ich für Daten aus allen Bereichen zuständig bin, bekomme ich eigentlich einen ganz guten Überblick zu den meisten Themen. Ich finde die Schnittstelle der maritimen Branche zur EU spannend, die wir ja auch mit unserem Tool „Maritimer Förderkompass“ bearbeiten. Zu beobachten, wie europäische Förderprogramme bestimmte Projekte vorantreiben, ist sehr interessant.
Was macht Ihnen am Umgang mit Daten so viel Spaß?
Ich mag tatsächlich das Sortieren und „Ordnung halten“. Es geht beständig darum, die Datenbanken aktuell und aufgeräumt zu halten. Wenn die Kolleg*innen davon dann profitieren können, weil sie sich zum Beispiel schnell einen Überblick zu einer potenziellen Gästeliste verschaffen können, ist das ein super Ergebnis meiner Arbeit.
Welche Rolle nehmen Sie im Teamgefüge ein?
Ich würde mich fast schon als „Veteran“ bezeichnen, weil ich im Vergleich schon ziemlich lange dabei bin. Außerdem kümmere ich mich als Teil der „Party AG“ um das gelegentliche Afterwork nach Feierabend, oder um unsere Sommer- und Weihnachtsfeier.
Gibt es etwas, worauf Sie im Arbeitsalltag nicht verzichten möchten?
Ich schätze unsere gemeinsamen Mittagspausen sehr – ich finde es wichtig, sich in gemütlicher Runde auch außerhalb der Arbeit auszutauschen. Ein schönes Ritual.






































