
Henning Martin
Projektmanager Kurzstreckenseeverkehr
Telefon: +49 40 9999 698 – 77
E-Mail: Martin[at]dmz-maritim.de
Vor dem Hintergrund zunehmender Großraum- und Schwertransporte rückte die Veranstaltung vor allem die Frage in den Fokus, wie der Verkehrsträger Wasser stärker in bestehende Transportketten eingebunden werden kann. Nach wie vor werden knapp 90% der Transporte von Windenergie–Komponenten über die Straße abgewickelt. Um Entlastungen zu erreichen und nachhaltigere Transportketten zu etablieren, besteht weiterhin erheblicher Handlungsbedarf.
Inhalte und Schwerpunkte der Veranstaltung
Nach der Begrüßung durch den DMZ-Geschäftsführer Dr. Matthias Catón gab Henning Martin, Projektmanager Kurzstreckenseeverkehr beim DMZ, eine inhaltliche Einführung und skizzierte den thematischen Rahmen des Events. Im Mittelpunkt standen Short Sea Shipping und die Binnenschifffahrt als strategische Bausteine für resiliente und zukunftsfähige Transportketten in der Windenergie.
Der erste Veranstaltungsblock umfasste kompakte Fachvorträge, die unterschiedliche Perspektiven auf die Transport- und Logistikherausforderungen der Branche beleuchteten. Hendrik Peterburs (ENERCON) stellte die Logistikperspektiven der Windindustrie vor, während Bettina Brennenstuhl (Hafen Dortmund) auf Flächenrestriktionen und Kapazitätsfragen in Häfen einging. Sebastian Steul (VDMA) diskutierte Chancen und Herausforderungen der Nutzung des Binnenschiffs in der Windenergie, ergänzt durch einen Beitrag von Klaus Axler (BMV) zu alternativen Transportwegen und den zugrunde liegenden Rahmenbedingungen.
Der zweite Block betonte den Ausbau leistungsfähiger Großraum- und Schwertransportkorridore (GST) als zentralen Hebel für planbare und skalierbare Transporte. Diskutiert wurden unter anderem Mikrokorridore als pragmatischer Ansatz für die Industrie, Best Practices und GST-Korridore in Frankreich sowie aktuelle Entwicklungen rund um VEMAGS.
Schließlich machte der dritte Block anhand konkreter Anwendungen das Potenzial küstennaher Transportlösungen sichtbar. Beiträge zu den Einsatzgrenzen von Schubverbänden, zu Ergebnissen der Befahrbarkeitsanalyse des Elbe-Lübeck-Kanals sowie Einblicke in die Küstenfahrt Rostock–ELK verdeutlichten, wie Innovation erfolgreich in den Realbetrieb überführt werden kann.
Gemeinsame Lösungen für komplexe Transportketten
Das Fazit der Veranstaltung: Der Transport von Windenergie-Komponenten erfordert enge Koordination, verlässliche Korridore und intelligente Schnittstellen zwischen Wasserstraße, Hafen und Hinterland. Genau hier versteht sich das DMZ als neutrale Plattform, Impulsgeber und Koordinator im Zusammenspiel aller relevanten Akteure.





































