Ein einfaches, dunkelblaues Lupensymbol auf einem hellgrauen Hintergrund.
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Projekt: Zukunftsweisende maritime Ausbildung für alternative Energieträger und neue Technologien

Die maritime Energiewende braucht spezialisiertes Know-how. Dieses DMZ-Projekt soll die Lücke zwischen technologischem Wandel und Qualifikationsbedarf schließen - für ein zukunftsfähiges maritimes Deutschland.
24.03.2026

Die maritime Branche steht vor einer historischen Transformation auf dem Weg zur Klimaneutralität. Dieser Wandel erfordert nicht nur technologische Innovationen, sondern auch gut ausgebildete Fachkräfte, die neue Systeme sicher und effizient bedienen können. Hier setzt das Projekt Maritime Ausbildung für Neue Technologien und Alternative Energieträger an.

 

Neue Anforderungen durch alternative Energieträger

 

Die Einführung alternativer Energieträger wie Methanol, Ammoniak oder Wasserstoff stellt die maritime Wirtschaft vor völlig neue Anforderungen. Diese Kraftstoffe erfordern spezialisiertes Know-How – von der Betankung über den Betrieb bis hin zu Sicherheits- und Notfallmaßnahmen. Gleichzeitig treiben Digitalisierung und Automatisierung den technologischen Wandel voran und verändern Arbeitsabläufe und Kompetenzprofile grundlegend.

 

Fundiertes Grundlagenwissen als Basis

 

Um neue Technologien schnell adaptieren und sicher anwenden zu können, ist ein solides Fundament an relevantem Grundlagenwissen erforderlich. Dazu gehören beispielsweise Kenntnisse in der Chemie und der Verfahrenstechnik für alternative Kraftstoffe, ein tiefgreifendes Verständnis für Energiewandlungs- und Energieübertragungsvorgänge bei neuen Antriebskonzepten sowie fundiertes Wissen in Steuerung, Automatisierung, Datenverarbeitung und Künstlicher Intelligenz (KI).

Dieses Basiswissen kann nicht allein in einzelnen Lehrgängen für die jeweiligen neuen Technologien vermittelt werden, sondern muss integraler Bestandteil der akademischen Ausbildung sein.

Die zentrale Herausforderung liegt darin, zielgerichtet anwendbares und zugleich breit adaptierbares Wissen zu entwickeln, das verschiedene Zielgruppen erreicht und Kompetenzen für einen schnellen Wissenserwerb bereitstellt. Bestehende Aus- und Weiterbildungsangebote können diesen Bedarf bislang nur unzureichend decken.

 

Projektziel: Lücken schließen, Wettbewerbsfähigkeit stärken

 

Das Projekt zielt darauf ab, diese Lücke zu schließen. Es sollen bedarfsgerechte, praxisnahe Ausbildungsformate entwickelt werden, die an internationale Standards angepasst sind. So trägt das Projekt dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen maritimen Wirtschaft zu stärken und qualifizierte Fachkräfte für die klimaneutrale Schifffahrt von morgen zu sichern.

Überblick

Ein einfaches, weißes Kompass-Symbol mit einer rautenförmigen Nadel ist auf einem runden, einfarbigen terrakottafarbenen Hintergrund zentriert.

Handlungsfelder

Das Projekt adressiert primär das Handlungsfeld Technologischer Wandel. Daneben behandelt das Projekt auch die Handlungsfelder Demografie & Nachwuchssicherung, Wettbewerbsfähigkeit sowie Nachhaltigkeit & Klimawandel.

Symbol zweier stilisierter, sich überlappender weißer Benutzersilhouetten innerhalb eines braun-orangenen Kreises, die Menschen oder eine Gruppe darstellen.

Zielgruppen

Maritime Bildungseinrichtungen, Reedereien, Werften, Zulieferbetriebe, nautisches und technisches Personal, Politik & Normungsgremien.

Ein weißes Uhrensymbol, das die Uhrzeit 4:00 anzeigt und auf einem orangefarbenen, kreisförmigen Hintergrund steht.

Laufzeit

Das Projekt läuft von Februar 2026 bis Februar 2028. Die Ergebnisse werden der maritimen Branche zur Verfügung gestellt und sollen langfristig in die Aus- und Weiterbildung integriert werden.

Projektziele: Praxisnahe Lösungen für die maritime Branche

 

Bedarfsermittlung

Eine umfassende Analyse ermittelt die Anforderungen der maritimen Wirtschaft an Aus- und Weiterbildung. Reedereien, Werften, Zulieferbetriebe, Bildungsanbieter*innen sowie internationale Expert*innen sind beteiligt.

Entwicklung von Ausbildungsstandards

Auf Basis der Bedarfsanalyse werden neue Ausbildungsinhalte und -methoden entwickelt. Diese orientieren sich an bestehenden Regelwerken, wie den Standards der International Maritime Organization (IMO), und berücksichtigen gleichzeitig nationale Besonderheiten.

Pilotierung und Transfer

Die entwickelten Ausbildungsformate werden in enger Zusammenarbeit mit maritimen Bildungseinrichtungen und Unternehmen erprobt. Die Ergebnisse fließen in die Praxis ein und stehen der gesamten Branche zur Verfügung.

Methodik: Fundiert, praxisnah und anschlussfähig

 

Das Projekt verfolgt eine strukturierte und partizipative Vorgehensweise, um sicherzustellen, dass die entwickelten Ausbildungsformate den Anforderungen der Branche gerecht werden:

 

Bedarfsanalyse: Im ersten Schritt wird eine umfassende Bedarfsanalyse durchgeführt, bei der alle relevanten Partner*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Bildung einbezogen werden. Ziel ist es, die konkreten Anforderungen an die Aus- und Weiterbildung im Bereich neuer Technologien und alternativer Energieträger zu ermitteln.

Bestandsaufnahme: Parallel erfolgt eine detaillierte Bestandsaufnahme bestehender Regelwerke, Richtlinien und Ausbildungsangebote. Dabei werden nationale und internationale Best-Practice-Beispiele berücksichtigt, um Synergien zu nutzen und Doppelungen zu vermeiden.

Entwicklung von Ausbildungsmodulen: Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse werden bedarfsgerechte Ausbildungsmodule für verschiedene Zielgruppen entwickelt. Das Spektrum reicht von der beruflichen Ausbildung über die Fort- und Weiterbildung bis hin zur Hochschulbildung. Die Module sind so konzipiert, dass sie flexibel an technologische Entwicklungen angepasst werden können.

Pilotierung und Evaluierung: Die entwickelten Module werden in enger Zusammenarbeit mit maritimen Bildungseinrichtungen pilotiert. Durch eine kontinuierliche Evaluierung und Anpassung wird sichergestellt, dass die Inhalte praxisrelevant sind und den Anforderungen der Branche entsprechen. Feedback von Lehrenden, Auszubildenden und Unternehmen fließt direkt in die Optimierung ein. Die Ergebnisse der Pilotierung dienen des weiteren auch der Unterstützung bei der nationalen Positionsfindung zu EU- und IMO-Regelungsansätzen.

Ansprechpartner*innen

Sie haben Fragen oder Anregungen zum Projekt? Kontaktieren Sie uns:

Kapt. Runa Hornig Jörgens

Kapt. Runa Hornig Jörgens

Leiterin Themen und Projekte

Telefon: +49 40 9999 698 – 71
E-Mail: Joergens[at]dmz-maritim.de
Gyde Andresen-Paulsen

Gyde Andresen-Paulsen

Referentin für Schiffbau und Meerestechnik

Telefon: +49 40 9999 698 – 81
E-Mail: Andresen-paulsen[at]dmz-maritim.de
Kapt. Irene Rüpke

Kapt. Irene Rüpke

Referentin für Schifffahrt

Telefon:  +49 40 9999 698 – 78
E-Mail: Ruepke[at]dmz-maritim.de

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