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Normungsroadmap Wasserstofftechnologien – Auf dem Weg in eine nachhaltige Mobilität für alle Verkehrssektoren

Die Normungsroadmap Wasserstofftechnologien zeigt den Weg zu einer sicheren und nachhaltigen Nutzung von Wasserstoff in allen Verkehrssektoren. Unter Mitwirkung des DMZ werden Normen und Standards für innovative Anwendungen, darunter auch im Schiffsverkehr, weiterentwickelt.
06.11.2025
Dr. Katrin Maul

Dr. Katrin Maul

Referentin für Vorschriften und Standards

Telefon:  +49 40 9999 698 - 78
E-Mail: Maul[at]dmz-maritim.de

Roadmap

 

Seit Januar 2023 läuft das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz bzw. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Verbundprojekt „Normungsroadmap Wasserstofftechnologien”. Ziele des Projekts, das auf Initiative der sieben Projektpartner unter Einbindung von über 700 Expert*innen durchgeführt wird, sind die aktive Unterstützung des Markthochlaufs sowie die Entwicklung einer Qualitätsinfrastruktur für Wasserstofftechnologien. [1], [2], [3]

Die Expert*innen aus den Bereichen der Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft erarbeiteten in 39 Arbeitsgruppen unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Verkehrssektoren und der gesamten Wertschöpfungskette ein strategisches Vorgehen beim Ergänzen und Überarbeiten der bestehenden technischen Regelwerke sowie bei der Entwicklung erforderlicher Normen und Standards. In Hinblick auf Sicherheit, Qualität und Umwelt- und Verbraucherschutz wurden die Aktivitäten im Projekt durch den Steuerungskreis begleitet. [1], [2], [3], [4], [5]

Nach einer Bestandsanalyse des bestehenden Regelwerks aus rechtlichen Vorgaben, Normen und Standards als Grundlage für das weitere Vorgehen wurden für die verschiedenen Bereiche der Wertschöpfungskette die Anforderungen an Wasserstofftechnologien analysiert und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Diese dienen der Initiierung von Forschungsprojekten und/oder Normungs- und Standardisierungsvorhaben. Die Handlungsempfehlungen wurden den zuständigen Gremien übermittelt, so dass im laufenden Verbundprojekt mit der Umsetzung bereits begonnen werden konnte. Zudem wurden Umsetzungsprojekte für eine Förderung vorgeschlagen, über die im Steuerungskreis beraten und entschieden wurde. [1], [5], [6], [7], [8], [9], [10]

 

Mitarbeit des DMZ

 

In dem Verbundprojekt arbeiten die verschiedenen Expert*innen in fünf Arbeitskreisen zusammen: Erzeugung, Infrastruktur, Anwendung, Qualitätsinfrastruktur sowie Weiterbildung, Sicherheit und Zertifizierung. Der Arbeitskreis Anwendung untergliedert sich in vier Unterarbeitskreise: Stromversorgung und reversible Brennstoffzelle, Industrie, Wärme sowie Mobilität. Unter der Leitung des DMZ wurden in der Arbeitsgruppe Schiffsverkehr als Teil des Unterarbeitskreises Mobilität, in welchem die verschiedenen Verkehrsträger vertreten sind, zunächst die bestehenden Regelwerke zusammengetragen. Anschließend erfolgte eine Bedarfsanalyse in dem Bereich der Schifffahrt und Schiffstechnik, der alle damit verbundenen Anwendungsgebiete für Wasserstoff und seine Derivate umfasst. Diese schließen den Bau und Betrieb von Schiffen für den Binnen- und Seeverkehr ein. Betrachtet wurden dabei auch der Wasserstofftransport per Schiff, der Einsatz zum Antrieb sowie die Aufnahme des Energieträgers. Die Querschnittsthemen zu anderen Arbeitsgruppen waren dabei von besonderer Bedeutung. Eine zusätzliche Herausforderung im Bereich der Schifffahrt ist die notwendige Abstimmung mit der europäischen und internationalen Regelsetzung in der See- und Binnenschifffahrt. Die Arbeitsgruppe Schiffsverkehr bewertet den Reifegrad als „arbeitsfähig“, da für die Binnen- und Seeschifffahrt europäische bzw. internationale Regelwerke sowie anwendbare Normen vorliegen. [2], [3], [4], [9], [11], [12]

Durch die Mitarbeit im Steuerungskreis war das DMZ zudem aktiv an der strategischen Beratung und bei der Entscheidung über förderfähige Umsetzungsprojekte beteiligt. [3], [5], [11]

 

Abbildung: Übersicht der Reifegrade der technischen Regelsetzung für Wasserstofftechnologien

Infografik in deutscher Sprache mit einer Roadmap für Wasserstofftechnologien mit farbkodierten Symbolen und Kategorien für Erzeugung, Infrastruktur, Anwendung, Qualität, Sicherheit und Ausbildung. Eine Legende erläutert die fünf Entwicklungsstufen von der ersten bis zur vollständigen Etablierung.

Verbundprojekt [1] [2]

 

Förderung

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, zuvor Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

 

Projektpartner

DIN – Deutsches Institut für Normung e.V.
DKE – Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik
DVGW – Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.
NWB – Verein für die Normung und Weiterentwicklung des Bahnwesens e.V.
VDA – Verband der Automobilindustrie
VDI – Verein Deutscher Ingenieure e.V.
VDMA – Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

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